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Imkerverein
Münstertal - Träger des Museums
Zu jedem Schwarzwaldhaus
gehört ein Bienenhäuschen - wer konnte früher schon den
teuren Zucker kaufen, also produzierten die schlauen Bauern ihren Süßstoff
selbst.
Eine kurze
Vorgeschichte:
1901 Gründung durch Karl Pfefferle und Wilhelm Wankler,
dem Pionier der Königinnenzucht.
In der Vorkriegszeit waren v.a. Lehrer als Vereinsvorsitzende aktiv(Hauptlehrer
Dietrich, Oberlehrer Gessenmann), die auch Vorträge und Kurse für
die Mitglieder organisierten.
In Kriegszeiten war die Eigenerzeugung von Nahrungsmitteln besonders wichtig,
so hatte der Verein in den Hungerjahren nach dem 1. Weltkrieg 218 Mitglieder.
In den 30er Jahren begann auf Empfehlung Wanklers die Wanderimkerei.
Zur Frühtracht zogen die Imker mit ihren Bienen in die Rheinebene.
Der 2. Weltkrieg machte auch den Imkern zu schaffen:
4 Pfund Honig musste pro Volk an Lazarette geliefert werden und die französische
Besetzungsmacht beschlagnahmte viele Bienenvölker als Reparationsabgabe.
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In der Nachkriegszeit
prägten die klassischen Bienenhäuser mit Hinterbehandlungsbeute
das Landschaftsbild, bis sich in den 70er Jahren die Magazinimkerei
durchsetzte.
Unter dem Vorsitzenden Albert Lorenz pflanzten die Imker zwischen 1952
- 1967 spezielle Bienenweidepflanzen und errichteten die Belegstelle
Münsterhalden, wo unter Leitung von Karl Pfefferle die sanftmütige
"Carnica"-Biene gezüchtet wurde.
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In der Zeit
der Vorstandschaft von 1968 - 1998 des unvergessenen "Platzi"
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Eugen Pfefferle fielen viele wichtige Ereignisse:
Das 75-jährige Jubiläum, die Eröffnung des Bienekundemuseums
1978, intensive Bienenweidepflege und die Eröffnung des Lehrbienenstands
1985. Hier finden Kurse über Betriebsweise, Seuchenbekämpfung
und Ausbildung für Jungimker statt.
Besonders beliebt sind die Königinnenzuchtkurse, bei denen der Leiter
des Lehrbienenstandes, Helmut Albrecht, mit seinen Helfern alljährlich
eine große Zahl von Königinnen und Jungvölkern erzeugt.
Dabei wird immer mit mehreren Pflegevölkern gearbeitet, die regelmäßig
von Vereinsmitgliedern unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.
Bei der Zuchtdurchführung
wird stets von geprüftem Zuchtmaterial ausgegangen. Später werden
sowohl reife Königinnenzellen, wie auch begattete Königinnen
zu kleinen Preisen an die Mitglieder ausgegeben. Dieses Vorgehen befruchtet
nicht nur das Vereinsleben, es dient auch zur Hebung der Qualität
des Bienenmaterials. Auf dem Lehrbienenstand werden ausschließlich
Magazinbeuten im Zandermaß verwendet, weil sich seit über zwei
Jahrzehnten die Magazinimkerei durchgesetzt hat.
Vor einigen
Jahren konnte dem Lehrbienenstand ein kleines altes Schwarzwälder
Bienenhäuschen beigestellt werden, das mit dem einst bewährten
"Badischen Kasten" bestückt ist. So hat der Verein eine
kleine Oase für traditionelle und moderne Bienenhaltung geschaffen.
Ferner kommt der Ausbildung von Jungimkern die Nachbarschaft zum Bienenkundemuseum
sehr zugute, denn das dort reichlich vorhandene Demonstrationsmaterial
bietet eine wertvolle Ergänzung.
Der Verein
lebt duch seine Mitglieder, die engagiert und harmonisch zusammenarbeiten.
Das Bienenkundemuseum konnte nur durch idealistischen, uneigennützigen
Einsatz der Mitglieder ausgebaut und so erfolgreich ohne jede staatliche
Unterstützung betrieben werden. Familien des Imkervereins führen
ehrenamtlich Besucher, vor allem die Frauen basteln Kerzen und viele andere
Souvenirs, die im Museum verkauft werden.
Ein kleiner Lohn für viele tausend Stunden Arbeit war 1980 der Hauptpreis
des Landes Baden Württemberg im Rahmen " Kommunaler Bürgeraktionen".
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